Pressehandel in Deutschland
In keinem anderen Land ist die Zahl der Presseverkaufsstellen pro Einwohner so hoch wie in Deutschland, nirgendwo sonst sind derart viele verschiedene Presseprodukte erhältlich wie bei uns. Über 120.000 Verkaufsstellen können auf ein Portfolio, welches zuweilen über 6.000 Titel umfasst, zugreifen.Diese Vielfalt hat jedoch auch ihren Preis. Denn hinter diesem Angebot steckt eine Logistik, die für den Laien nur sehr schwer zu verstehen ist, zuweilen auch völlig unlogisch erscheint. Doch sie hat sich in den letzten Jahrzehnten bewährt und garantiert, dass selbst exotische Titel in der kleinsten Gemeinde und in der abgelegensten Verkaufsstelle abgerufen werden können.
Täglich erreichen uns Mails, in denen Fragen zum Pressevertriebssystem gestellt werden. Leser erkundigen sich nach Bezugsmöglichkeiten von Special-Interest-Zeitschriften, Studenten benötigen im Rahmen von Studienarbeiten Informationen über den Pressehandel in Deutschland und Unternehmen fragen, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um mit Presse handeln zu können. Diese Website will die wesentlichen Punkte aufgreifen und Antworten auf die häufigsten Fragen liefern.
VMP
VMP steht für „Verkaufstägliche Marktbeobachtung am Point of Sale“. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, welches bereits seit 1996 in Deutschland zum Einsatz kommt. Dabei werden die Abverkaufsdaten in den Verkaufsstellen beobachtet um möglichst rasch auf Verkaufstrends reagieren zu können.Wie werde ich Pressehändler?
Wie wird man eigentlich Zeitschriftenhändler?Der Handel mit Presse ist ein risikoloses Geschäft, da unverkaufte Exemplare vom Zeitungshändler zurückgegeben werden können und dieser dafür sodann eine Gutschrift für den vollen Warenwert erhält. Pressehändler ist heutzutage nicht mehr nur der „Zeitungsladen an der Ecke", vielmehr sind in den letzten Jahren immer mehr Spezialverkaufsstellen hinzugekommen.
Regalpflege
Bei der Frage, wie der Abverkauf von Presse gesteigert werden kann, wird der Warenpräsentation eine entscheidende Rolle beigemessen. Ein übersichtlich sortiertes und hell ausgeleuchtetes Regal sind dabei von Vorteil. Die Branche hat zudem vor Jahren bereits ein sogenanntes „Belegungsschema" erarbeitet, nach dem die Zeitschriften in entsprechend nach Themen in das Presseregal einsortiert werden sollen. Dabei sind für die einzelnen Gruppen unterschiedliche Regalfarben vorgesehen.Geschäftsarten
Durch die Einteilung der presseführenden Händler in sogenannte Geschäftsarten lassen sich auf einfacher Art spezielle Eigenschaften des Einzelhändlers definieren. Rückschlüsse auf die Käuferpotenziale einzelner Objektgruppe sind vergleichsweise einfach möglich. Die Auswahl und Abstimmung des Pressesortimentes durch die Disponenten im Grosso lassen ein händlerspezifisches Zeitschriftenportfolio zu und verbessern die Aussicht auf optimalen Verkauf der Zeitungen und Zeitschriften beim Zeitungshändler.Der Weg zum Kiosk
Für Leser stellt sich oft die Frage, wie die Zeitschrift eigentlich zum Kiosk kommt. Dabei ist das ganze Procedere keine geheime Wissenschaft. Zunächst muss man, wenngleich dies für Laien auf den ersten Blick nicht verständlich ist, zwischen Zeitungen und Zeitschriften unterscheiden.Nachbestellungen
Kann ich auch ältere Ausgaben im Handel kaufen?Theoretisch kann Ihnen Ihr Zeitschriftenhändler auch ältere Ausgaben nachliefern. Dabei fallen für Sie nur die Kosten für das Exemplar an, Porto- bzw. Versandkosten müssen Sie nicht bezahlen, diese werden vom Verlag übernommen. Auch Titel, die der Händler bislang nicht in seinem Sortiment führte, kann er für Sie nachbestellen und auch zukünftig fortlaufend bereithalten. Für die kommenden Heftfolgen besteht für den Leser keine Abnahmeverpflichtung.