GTIN-Code (EAN)

Der Strichcode GTIN (Global Item Number), früher EAN (European Article Number), dient dem Handel nicht nur zur besseren Bewältigung des Zahlungsvorgangs an der Kasse, vielmehr ist er für die Verarbeitung der Ware im Rahmen der Auslieferung und des Remissionsvorgangs von entscheidender Bedeutung.
Sollte der Code falsch (z.B. Angabe einer falschen Heftfolgenummer) oder nicht lesbar (z.B. zu grob gerastert oder schwarzer Code auf dunkelblauem Hintergrund) sein, so müssen die Hefte tektiert werden, sie werden in diesem Fall mit einem Aufkleber versehen. Diese Arbeiten werden vom Handel in Rechnung gestellt und können vor allem bei auflagenschwachen Zeitschriften nicht selten die Erlöse um ein vielfaches übersteigen.

Der Code für Presseartikel (GTIN-13) unterscheidet sich dabei von anderen Produkten, wie beispielsweise Lebensmittel, durch die vorangestellte Nummernkombination (Präfix) und dadurch, dass bei Zeitschriften (und Büchern) der Verkaufspreis im Code bereits enthalten ist. Während bei Waren aller Art der verkaufende Händler den Preis bestimmt und der Produzent lediglich eine unverbindliche Preisempfehlung aussprechen kann, ist der Verkaufspreis für Zeitschriften vom Verleger verbindlich vorgegeben (siehe Preisbindung) und kann daher auch bereits beim Druck des Strichcodes berücksichtigt werden.

Bei Presseprodukten unterscheidet man zwischen Titel mit vollem (19%) und ermäßigten Umsatzsteuersatz (7%). Hieraus resultieren auch zwei mögliche Strichcode-Varianten des GTIN-13:


Präfix Deutschland

41

7% USt

9

Objekt-Nr. (VDZ)

XXXXX

Heftpreis

XXXX

Prüfziffer

X




Präfix Deutschland

41

19% USt

4

Objekt-Nr. (VDZ)

XXXXX

Heftpreis

XXXX

Prüfziffer

X



Zusätzlich zum oben genannten Strichcode wird bei Zeitschriften auch noch ein zweiter zusätzlicher Code auf der Titelseite einer Ausgabe abgedruckt, der sogenannte Add-On. In diesem ist die jeweilige Heftfolgenummer codiert.


Inzwischen lehnen zahlreiche umsatzstarke Verkaufsstellen die Belieferung von Zeitschriften ohne GTIN-Code ab. Hierzu zählen Supermärkte und Tankstellen, bei denen das manuelle Erfassen der Preise an der Kasse (POS) einen zu großen Zeitaufwand darstellt.

Statt GTIN-Code werden oft auch die Begriffe EAN, Barcode oder Strichcode verwendet. Verantwortlich für die Vergabe  in Deutschland ist die GS 1 Germany.