Handelsspannen

Die Handelsspannen regeln, welche Handelsstufe (Grossist, Einzelhändler) wie viel Anteil am Verkaufserlös eines Exemplars erhält. Die Spannen werden meist für einen Zeitraum von fünf Jahren zwischen Vertretern der Verlags- und der Handelsseite ausgehandelt und sodann von allen Marktteilnehmern übernommen.
Je nach Produktart, Erscheinungsweise und Auflagenhöhe unterscheiden sich die Margen letztlich pro jeweiligen Titel.
Je höher die verkaufte Auflage, desto höher die Handelsspanne zu Gunsten des Verlages. Hintergrund dieser Vorgehensweise ist der Gedanke, dass sogenannte „Schnelldreher" (z.B. „BILD") weniger Aufwand beim Einzelhandel verursachen. Während Zeitschriften mit geringer Erscheinungshäufigkeit über einen längeren Zeitraum im Regal des Zeitschriftenhändlers liegen und somit das Kapital des Händlers binden, können die „Schnelldreher" in einer hohen Stückzahl binnen kürzester Zeit verkauft werden.

Als Faustregel kann gesagt werden, dass vom Verkauf von Zeitschriften mit geringer Auflage (Special-Interest-Titel) etwa 20% der Erlöse der Einzelhändler erhält, ca. 30% der Grossist und 50% der Verlag. Bei der Belieferung des Bahnhofsbuchhandels wird die für den Einzelhändler und die für den Grossisten bestimmte Spanne zusammengefasst. Hier erhält somit der Bahnhofsbuchhändler 50% und der Verlag ebenfalls 50% des Verkaufserlöses.



In den vergangenen Jahren wurde sowohl von Verlags- als auch von Grossoseite in zunehmendem Maße über die Handelsspanne diskutiert. Weiterführende, aktuelle  Informationen entnehmen Sie bitte branchennahen Informationsdiensten (kress.de, dnv-online.de) sowie der Tagespresse.